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BU-Beitrag nach Rentenhöhe: 1.000, 1.500 oder 2.000 € Rente

Wie viel kostet es, wenn die BU-Rente 500 € höher oder niedriger ist? Wir haben es in drei Online-Rechnern gemessen: Der Zusammenhang ist beinahe linear. Diese Seite zeigt die Zahlen, den Beitrag pro 100 € Rente und die Lücke, die sie nicht schließt.

Redaktion BU-Kosten.de Aktualisiert am 25. Oktober 2026 8 Min. Lesezeit
Inhalt (9 Abschnitte)
  1. Wie hängt der BU-Beitrag von der Rentenhöhe ab?
  2. Drei Berufe, drei Rentenstufen
  3. Beitrag pro 100 € Rente – ein anschauliches Maß
  4. Welche Rente passt zum Bedarf?
  5. Von der Zielrente zum Beitrag: drei Rechenbeispiele
  6. Rentenhöhe und Steuer: Was von der Rente übrig bleibt
  7. Niedrig starten, später erhöhen?
  8. Was die Proportionalität nicht erklärt
  9. So gehen Sie vor
Das Wichtigste in Kürze
  • Bei zehn Berufen und drei Online-Rechnern (Erhebung 24.10.2026) lag der Beitrag bei 1.000 € Rente beim 0,667- bis 0,671-Fachen des Beitrags für 1.500 € und bei 2.000 € beim 1,329- bis 1,333-Fachen.
  • Je 100 € Rente kostete die BU im Standardprofil zwischen rund 3,50 € (Informatiker) und rund 15,20 € (Bäcker) im Monat.
  • Eine höhere Rente schließt die Lücke zum Bedarf, kostet aber fast proportional mehr; 80 % des Nettos als Orientierung nennt Finanztip (Stand 27.05.2026).
  • Über 2.000 € und unter 1.000 € ist die Wirkung nicht gemessen; der Schätzer schreibt den Faktor fort und kennzeichnet das.

Der BU-Beitrag wächst nahezu proportional mit der Rente: Bei zehn Berufen und drei Online-Rechnern lag der Beitrag für 1.000 € Rente beim 0,667- bis 0,671-Fachen und für 2.000 € beim 1,329- bis 1,333-Fachen des Beitrags für 1.500 € (Erhebung vom 24.10.2026, Standardprofil: 30 Jahre, Nichtraucher, Endalter 67). Je 100 € Rente kostete die BU (Mitte der Rechner) zwischen rund 3,50 € beim Informatiker und 15,20 € beim Bäcker im Monat. Stand: Oktober 2026.

Wie hängt der BU-Beitrag von der Rentenhöhe ab?

Wir haben bei zehn Berufen mit 30 Jahren in drei Online-Rechnern jeweils 1.000 €, 1.500 € und 2.000 € Rente abgefragt, mit sonst gleichen Eingaben. Das Ergebnis ist ungewöhnlich klar: Die Faktoren des Beitrags relativ zu 1.500 € lagen je Rechner (Median über die Berufe) bei 0,670, 0,667 und 0,671 für 1.000 € sowie bei 1,331, 1,333 und 1,329 für 2.000 €. Das ist beinahe die reine Proportionalität (0,667 und 1,333). Die Rentenhöhe wirkt also wie ein Dreisatz: Halbiert man die Rente, halbiert sich der Beitrag, grob gesagt.

BU-Beitrag nach Rentenhöhe (1.500 € = 100)

Beitragsindex bei 1.000, 1.500 und 2.000 € BU-Rente, 30 Jahre, Endalter 67

050100150200671.000 €1001.500 €1332.000 €

Eigene Erhebung, Abruf 24.10.2026: Faktoren 0,667–0,671 (1.000 €) und 1,329–1,333 (2.000 €) relativ zu 1.500 €, Median über Berufe je Rechner.

Rentenfaktoren je Online-Rechner: Beitrag bei 1.000 € bzw. 2.000 € BU-Rente im Verhältnis zum Beitrag bei 1.500 € (Median über die Berufe mit allen drei Werten). Rechner anonymisiert (gleiche Bezeichnung wie beim Altersfaktor). Quelle: eigene Erhebung, Abruf 24.10.2026. Stand: Oktober 2026.
Online-RechnerFaktor 1.000 €Faktor 2.000 €Messreihen (Beruf × Tarif)
Rechner A0,6701,33110
Rechner B0,6711,32910
Rechner C0,6671,33320

Die Gleichmäßigkeit ist ein Befund, kein Naturgesetz. Sie gilt für die abgefragten Rechner im Standardprofil. Ob ein anderer Tarif Rentenstaffeln oder Mindestbeiträge kennt, die die Linearität stören, lässt sich daraus nicht ableiten.

Drei Berufe, drei Rentenstufen

Die gemessenen Spannen für drei Berufe zeigen, wie sich der Faktor in Euro übersetzt. Alle Werte sind Netto-Zahlbeiträge pro Monat, 30 Jahre, Nichtraucher, Endalter 67 beziehungsweise 66.

Gemessene Netto-Zahlbeiträge bei 1.000 €, 1.500 € und 2.000 € BU-Rente (Spanne über die Rechner mit allen drei Werten). Quelle: eigene Erhebung, Abruf 24.10.2026. Stand: Oktober 2026.
Beruf1.000 €1.500 €2.000 €
Informatiker/in31 € – 39 €46 € – 58 €61 € – 78 €
Elektriker/in55 € – 94 €83 € – 141 €111 € – 188 €
Altenpfleger/in136 € – 168 €204 € – 252 €272 € – 337 €

Alle zehn gemessenen Berufe finden Sie in den Daten der Erhebung; Ihren eigenen Wert rechnet der BU-Beitrags-Schätzer, der Renten von 500 € bis 2.500 € akzeptiert und außerhalb von 1.000 bis 2.000 € als Extrapolation kennzeichnet.

Beitrag pro 100 € Rente – ein anschauliches Maß

Teilt man den Beitrag durch die Rentenhöhe, ergibt sich eine Kennzahl, die sich zwischen Berufen vergleichen lässt: der monatliche Preis je 100 € versicherter Rente. Wir rechnen sie mit der Mitte der Rechner im Standardprofil und der Rente von 1.500 €.

Modellrechnung: Beitrag je 100 € versicherter BU-Rente pro Monat (Mitte der Rechner für 1.500 € Rente ÷ 15). Quelle: eigene Erhebung, Abruf 24.10.2026; eigene Rechnung. Stand: Oktober 2026.
BerufMitte für 1.500 €je 100 € Rente500 € mehr Rente kosten
Informatiker/in52,16 €rund 3,48 €rund 17 €
Bürokaufmann/-frau73,37 €rund 4,89 €rund 24 €
Elektriker/in102,50 €rund 6,83 €rund 34 €
Krankenpfleger/in151,50 €rund 10,10 €rund 50 €
Bäcker/in228,32 €rund 15,22 €rund 76 €

Die letzte Spalte beantwortet die häufige Frage: „Was kostet mich die nächsten 500 € Rente?“ Antwort: je nach Beruf zwischen rund 17 € und 76 € im Monat. Für den Informatiker ist der Sprung von 1.500 € auf 2.000 € damit ein kleiner Schritt, für den Bäcker ein großer. Der Schritt ist linear, die Zahl hängt am Beruf.

Welche Rente passt zum Bedarf?

Die Rentenhöhe entscheidet über den Beitrag, aber der Beitrag sollte nicht die Rentenhöhe entscheiden. Finanztip empfiehlt, möglichst 80 % des aktuellen Nettogehalts abzusichern; Versicherer begrenzen die Rente oft auf 60 bis 70 % des Bruttogehalts (Stand 27.05.2026). Stiftung Warentest nennt keine Prozentzahl, rät aber zu einer Rente, die auch die Altersvorsorge weiter bezahlen lässt. Als Gegengewicht steht die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, die bei neu bewilligten Renten 2024 im Schnitt 1.041 € pro Monat betrug und an Voraussetzungen gebunden ist: drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren und fünf Jahre allgemeine Wartezeit. Die Höhe im Einzelfall steht in der Rentenauskunft; die Grundlagen erläutert das Portal zur Erwerbsminderungsrente unter Erwerbsminderungsrente: Höhe.

Wie Sie aus Netto und gesetzlicher Rente eine Zielrente ableiten, rechnet der BU-Rentenhöhe-Rechner. Die Abwägung zwischen 1.000 € und 2.000 € behandelt BU-Rente: 1.000 oder 2.000 Euro?, die Frage nach der passenden Höhe Wie hoch sollte die BU-Rente sein?.

Von der Zielrente zum Beitrag: drei Rechenbeispiele

Die Linearität macht es möglich, aus einer Zielrente direkt einen Beitrag abzuleiten. Die folgende Tabelle rechnet das für drei frei gewählte Monatsnetto-Beträge durch: Zielrente nach der 80-Prozent-Faustregel von Finanztip, Beitrag aus der Mitte der Rechner mit dem fortgeschriebenen Rentenfaktor (1,07 bei 1.600 €, 1,60 bei 2.400 €, 2,13 bei 3.200 €). Werte über 2.000 € sind extrapoliert.

Modellrechnung: Zielrente (80 % des Nettos) und daraus abgeleiteter Beitrag (Mitte der Rechner, Standardprofil, Rentenfaktor linear fortgeschrieben). Die Nettobeträge sind frei gewählte Rechengrößen. Quelle: eigene Erhebung, Abruf 24.10.2026; eigene Rechnung. Stand: Oktober 2026.
Monatsnetto (Rechengröße)Zielrente (80 %)Informatiker/inElektriker/in
2.000 €1.600 €rund 56 €rund 109 €
3.000 €2.400 €rund 83 €rund 164 €
4.000 €3.200 €rund 111 €rund 219 €

Die Tabelle macht sichtbar, was die Prozentrechnung versteckt: Wer hoch verdient, braucht für dieselbe Quote eine hohe Rente, und die kostet entsprechend mehr. In vielen Fällen wird allerdings die Rente nach oben durch Versicherer begrenzt; die Grenze liegt oft bei 60 bis 70 % des Bruttogehalts. Der Wert für 3.200 € Rente ist deshalb eher ein Rechenbeispiel als ein realistischer Antrag. Mehr zur Abwägung unter BU-Rente: 80 Prozent vom Netto.

Rentenhöhe und Steuer: Was von der Rente übrig bleibt

Die private BU-Rente wird nicht in voller Höhe besteuert, sondern mit einem Ertragsanteil. Bei befristeten Renten, wie sie die BU bis zum Endalter darstellt, richtet er sich nach der Laufzeit: 21 % bei 20 Jahren, 26 % bei 25 Jahren, 30 % bei 30 Jahren (§ 55 Abs. 2 EStDV). Für eine Rente von 1.500 € (18.000 € im Jahr) und eine Laufzeit von 20 Jahren wären das 3.780 € steuerpflichtiger Anteil vor Freibeträgen (eigene Rechnung, keine Steuerberatung). Netto bleibt von der Rente also deutlich mehr übrig als bei einer voll besteuerten Einnahme, was beim Abgleich mit dem Netto-Bedarf eine Rolle spielt. Wie die Rechnung im Einzelnen funktioniert, zeigt der BU-Rente-versteuern-Rechner; die Hintergründe stehen unter BU und Steuer.

Niedrig starten, später erhöhen?

Weil der Beitrag proportional zur Rente ist, liegt der Gedanke nahe, mit einer niedrigen Rente zu beginnen und später aufzustocken. Das funktioniert, wenn der Vertrag es zulässt. Eine Nachversicherungsgarantie erlaubt in der Regel eine Erhöhung bei bestimmten Anlässen, zum Beispiel Heirat, Geburt oder Gehaltssprung, ohne neue Gesundheitsprüfung; die Anlässe, Fristen und Höchstbeträge unterscheiden sich je Tarif. Eine Dynamik erhöht die Rente laufend, kostet aber ebenfalls mehr (BU mit Dynamik: Kosten). Ohne eines von beidem bedeutet jede Erhöhung einen neuen Antrag mit neuer Gesundheitsprüfung und neuem Eintrittsalter. Deshalb lohnt der Blick auf die Nachversicherungsgarantie: Sie erlaubt es, mit einer Einstiegsrente zu starten und die Rente später zu erhöhen.

Fortgeschriebene Werte. Unter 1.000 € und über 2.000 € Rente ist der Zusammenhang nicht gemessen. Der Schätzer schreibt die Steigung zwischen den Messpunkten fort (zum Beispiel 2.500 € = rund 1,67-fach, 500 € = rund 0,33-fach) und kennzeichnet das als Extrapolation.

Was die Proportionalität nicht erklärt

Dass der Beitrag mit der Rente linear wächst, heißt nicht, dass alle Teile eines Vertrags so wachsen. Manche Zusatzleistungen und Mindestbeiträge sind unabhängig von der Rente; manche Tarife kennen Höchstrenten, die bei Einkommen und Beruf begrenzt sind (Versicherer begrenzen die Rente oft auf 60 bis 70 % des Bruttos). Wir haben dazu keine Daten, nennen aber die Grenze: Ob Ihre Wunschrente beim Anbieter überhaupt zulässig ist, entscheidet nicht der Rechner, sondern der Antrag. Und der Beitrag, den der Rechner nennt, ist ein Zahlbeitrag, der bis zum Tarifbeitrag steigen kann; bei einem Rechner lag dieser beim 1,515-Fachen (Nettobeitrag und Bruttobeitrag).

Wer nach all dem eine Faustregel möchte: Wählen Sie die Rente nach dem Bedarf, prüfen Sie dann den Beitrag, und senken Sie die Rente nur, wenn Sie die Lücke bewusst in Kauf nehmen. Die Reihenfolge schützt davor, dass der Preis den Bedarf diktiert.

So gehen Sie vor

  1. Berechnen Sie Ihre Zielrente im Rentenhöhe-Rechner, bevor Sie einen Beitrag betrachten.
  2. Rechnen Sie im Beitrags-Schätzer die Rente 1.000 €, 1.500 € und Ihre Zielrente und notieren Sie die Spannen.
  3. Entscheiden Sie, welche Lücke Sie selbst tragen können und welche abgesichert werden soll.
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Häufige Fragen

Wie viel kostet eine BU mit 1.000 Euro Rente?

In unserer Erhebung vom 24.10.2026 rund zwei Drittel des Beitrags für 1.500 € (Faktor 0,667 bis 0,671). Beim Informatiker waren das 31 bis 39 € im Monat, beim Elektriker 55 bis 94 €, beim Altenpfleger 136 bis 168 € (30 Jahre, Nichtraucher, Endalter 67/66).

Wie viel kostet eine BU mit 2.000 Euro Rente?

Rund ein Drittel mehr als bei 1.500 € (Faktor 1,329 bis 1,333). Beim Informatiker waren das 61 bis 78 € im Monat, beim Elektriker 111 bis 188 €, beim Altenpfleger 272 bis 337 €.

Ist der BU-Beitrag proportional zur Rente?

Zwischen 1.000 € und 2.000 € nahezu: Die Faktoren lagen bei 0,667 bis 0,671 beziehungsweise 1,329 bis 1,333. Außerhalb dieses Bereichs haben wir nicht gemessen; der Beitrags-Schätzer schreibt die Steigung fort und kennzeichnet das als Extrapolation.

Welche BU-Rente brauche ich?

Finanztip empfiehlt, möglichst 80 % des aktuellen Nettogehalts abzusichern; Versicherer begrenzen die Rente oft auf 60 bis 70 % des Bruttos (27.05.2026). Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente betrug bei neu bewilligten Renten 2024 im Schnitt 1.041 €.

Kann ich die BU-Rente später erhöhen?

Das hängt vom Vertrag: Eine Nachversicherungsgarantie erlaubt bei bestimmten Anlässen eine Erhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung, eine Dynamik erhöht die Rente laufend. Ohne beides bedeutet eine Erhöhung einen neuen Antrag.

Quellen

  1. Eigene Erhebung: BU-Beiträge bei 1.000, 1.500 und 2.000 € Rente in drei Online-Rechnern, Abruf 24.10.2026 – Methode und CSV auf der Datenseite
  2. Finanztip: Berufsunfähigkeitsversicherung – Was kostet eine BU? – Stand 27.05.2026
  3. Stiftung Warentest (Finanztest): Berufsunfähigkeitsversicherung im Test – 19.05.2026
  4. Rentenversicherungsbericht 2025 (BT-Drs. 21/3080), Bundestag hib 723/2025 – 22.12.2025
  5. § 43 SGB VI – Rente wegen Erwerbsminderung – abgerufen 24.10.2026
Redaktion BU-Kosten.de

Unsere Beiträge stützen sich auf Gesetze, Angaben von Behörden und Verbänden sowie veröffentlichte Unterlagen der Versicherer – jeweils mit Stand. So arbeiten wir.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung (Beitrag nach Beruf, Alter und Rente, Netto und Brutto, Rentenhöhe, Steuer) (Stand: 25. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Ein kostenloses Informations- und Rechnerportal – kein Versicherungsmakler und kein Versicherer; Beitragswerte sind Ergebnisse unserer Erhebung in Online-Rechnern (24.10.2026) und kein Angebot. Keine Rechts- und keine Steuerberatung. Herausgeber: BU-Kosten.de. BU-Kosten.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.

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