Inhalt (9 Abschnitte)
- Wie viel kostet die BU pro Monat – in welchen Preisstufen?
- Was die Monatszahl im Rechner eigentlich ist
- Vom Monatsbeitrag zum Jahres- und Gesamtbetrag
- Welche Stellschrauben verändern die Monatszahl?
- Wie realistisch sind die Monatswerte?
- Monatsbeitrag und Bedarf: was die Zahl bewirken soll
- Was in der Monatszahl nicht steckt
- Wirkt der Monatsbeitrag steuerlich?
- So kommen Sie zu Ihrer eigenen Monatszahl
- Im Standardprofil (30 Jahre, Nichtraucher, 1.500 € Rente, Endalter 67) lagen die monatlichen Netto-Zahlbeiträge dreier Online-Rechner zwischen 41,70 € und 297,57 €; der Median der Berufs-Mitten beträgt 103,82 €.
- Sortiert nach der Mitte der Rechner fallen 13 von 60 Berufen unter 60 €, 29 liegen zwischen 60 € und 150 €, und 18 Berufe liegen bei 150 € oder darüber, davon 10 bei 200 € oder mehr.
- Die Monatszahl im Rechner ist ein Netto-Zahlbeitrag, der sich ändern kann; der Tarifbeitrag (brutto) lag bei dem Rechner, der ihn ausweist, beim 1,515-Fachen.
- Finanztip nennt für junge Berufstätige oft ab etwa 50 € im Monat, je nach Alter, Beruf und Gesundheit 100 bis 150 € oder mehr (Stand 27.05.2026).
Die BU kostet pro Monat im Standardprofil (30 Jahre, Nichtraucher, 1.500 € Rente, Endalter 67) nach unserer Erhebung vom 24.10.2026 zwischen 41,70 € und 297,57 € netto; der Median der Berufs-Mitten liegt bei 103,82 €. Welche Monatszahl für Sie zutrifft, entscheidet vor allem der Beruf – in Büro-, Ingenieur- und akademischen Berufen liegt sie oft bei rund 45–60 €. Stand: Oktober 2026.
Wie viel kostet die BU pro Monat – in welchen Preisstufen?
Wer nach den BU-Kosten pro Monat fragt, möchte eine Zahl, die er mit dem eigenen Budget vergleichen kann. Eine einzige Zahl gibt es nicht, aber eine ehrliche Ordnung: Wir haben die 60 Berufe unserer Erhebung nach ihrer „Mitte“ sortiert. Die Mitte ist der Median der drei Online-Rechner; sie bezeichnet keinen Marktdurchschnitt, sondern nur, was diese drei Rechner am 24.10.2026 im Standardprofil errechneten. Daraus ergeben sich sechs Preisstufen.
| Preisstufe (Mitte pro Monat) | Berufe | Beispiele aus der Erhebung |
|---|---|---|
| unter 60 € | 13 | Ärzte, Psychotherapeuten, Informatiker, Ingenieure, Rechtsanwälte, Steuerberater |
| 60 € bis unter 75 € | 4 | Bank-, Industrie- und Bürokaufleute, Verwaltung im öffentlichen Dienst |
| 75 € bis unter 100 € | 9 | Mechatroniker, Mediengestalter, Marketing, Medizinische Fachangestellte, Einzelhandel |
| 100 € bis unter 150 € | 16 | Elektriker, Kfz-Mechatroniker, Verkäufer, Sozialarbeiter, Physiotherapeuten, Lagerist |
| 150 € bis unter 200 € | 8 | Krankenpfleger, Tischler, Friseure, Köche, Konditoren, Maler |
| 200 € und mehr | 10 | Altenpfleger, Notfallsanitäter, Bäcker, Paketzusteller, Bau-Handwerk (jeweils mit dünner Datenlage) |
Die Verteilung ist schief: Die Hälfte der Berufe liegt unter rund 104 €, aber ein Sechstel bei 200 € oder mehr. Wer also hört, die BU koste „so um die 100 €“, hat für Büro- und Technikberufe zu viel und für körperlich belastende Berufe zu wenig gehört. Welche Berufsgruppen sich wie verhalten, steht in der Übersicht BU-Kosten nach Beruf; jeden einzelnen Beruf finden Sie auf der Datenseite; Berufsgruppen und Einstufung vertieft BU-Beiträge nach Beruf im Detail.
Zur Lesart der Stufen: Die Zuordnung beruht auf der Mitte, nicht auf dem günstigsten Rechner. Ein Beruf, dessen günstigster Wert unter 60 € liegt, kann trotzdem in einer höheren Stufe stehen, weil die Mitte höher ausfällt; Medizinische Fachangestellte etwa reichen von 60,83 € bis 141,05 €, ihre Mitte liegt bei 83,25 €. Acht der zehn Berufe der obersten Stufe haben außerdem nur einen oder zwei Rechner mit Wert im Standardprofil, weil andere Rechner ein kürzeres Endalter oder gar keinen Online-Beitrag anboten. Bei diesen Berufen ist die Stufe eher ein Hinweis als ein Preisschild.
BU-Beitrag in acht Berufen: Mitte der Rechner
Netto-Zahlbeitrag in Euro pro Monat im Standardprofil (30 Jahre, 1.500 € Rente, Endalter 67)
Eigene Erhebung in drei Online-Rechnern, Abruf 24.10.2026; Mitte = Median der Rechner. Die Spanne je Beruf steht in der Tabelle auf der Datenseite.
Was die Monatszahl im Rechner eigentlich ist
Die Zahl, die ein Online-Rechner ausspuckt, ist in den meisten Fällen ein Zahlbeitrag: der Betrag, der nach Verrechnung erwarteter Überschüsse monatlich abgebucht wird. Er ist niedriger als der Tarifbeitrag, den der Versicherer ohne Überschussverrechnung verlangen würde. Nur einer unserer drei Rechner wies beide Werte aus; dort lag der Tarifbeitrag in allen 103 Zeilen beim 1,515-Fachen des Zahlbeitrags, der Zahlbeitrag also rund 34 % unter dem Tarifbeitrag. Der Rechner weist ausdrücklich darauf hin, dass der Zahlbeitrag sich ändern kann.
Für Ihre Planung heißt das: Die Monatszahl, mit der Sie rechnen, ist ein Anfangswert. Finanztip beschreibt den Bruttobeitrag als Obergrenze, bis zu der der Versicherer den Zahlbeitrag anheben darf (Stand 27.05.2026). Wie die Mechanik funktioniert und wie Sie sie im Angebot prüfen, erklärt die Seite Nettobeitrag und Bruttobeitrag; wie sich ein späterer Anstieg anfühlt, rechnen wir unter BU-Beitragserhöhung durch.
Vom Monatsbeitrag zum Jahres- und Gesamtbetrag
Ein Monatsbetrag wirkt klein, weil er klein gerechnet ist. Deshalb hilft eine zweite Rechnung: Was kostet der Schutz über die gesamte Laufzeit? Die Tabelle zeigt vier Monatswerte aus der Erhebung, hochgerechnet auf ein Jahr und auf 37 Jahre (30 bis 67). Es ist eine Modellrechnung mit konstantem Beitrag, ohne Dynamik und ohne spätere Anpassung; sie bildet weder Inflation noch einen Anstieg des Zahlbeitrags ab.
| Beispiel (Mitte der Rechner) | pro Monat | pro Jahr | über 37 Jahre |
|---|---|---|---|
| Maschinenbauingenieur/in | 47,33 € | 568 € | 21.015 € |
| Median der 60 Berufe | 103,82 € | 1.246 € | 46.096 € |
| Krankenpfleger/in | 151,50 € | 1.818 € | 67.266 € |
| Bäcker/in | 228,32 € | 2.740 € | 101.374 € |
Diese Summen sind kein Argument gegen die BU, sondern ein Maßstab: Bei der Mitte von 52,16 € entspricht ein einziges Jahr mit 1.500 € Rente (18.000 €) dem rund 29-Fachen der Jahresbeiträge dieses Berufs, bei 151,50 € dem rund 10-Fachen. Ob sich das für Sie rechnet, ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit und des Bedarfs; die Seite Wann lohnt sich eine BU? geht ihr nach.
Welche Stellschrauben verändern die Monatszahl?
Vier Größen bestimmen den Monatsbeitrag, die sich am Rechner einstellen lassen, und weitere, die erst im Antrag sichtbar werden. Gemessen haben wir drei:
- Beruf: die größte Stellschraube; zwischen günstigster und teuerster Berufsmitte liegt etwa das Sechsfache (47,33 € zu 271,92 €).
- Eintrittsalter: 25 Jahre rund 6 bis 10 % günstiger, 40 Jahre rund 15 bis 26 % teurer als 30 Jahre (rund 6 bis 10 % niedriger als mit 30 Jahren (Faktor 0,90 bis 0,94); rund 15 bis 26 % höher als mit 30 Jahren (Faktor 1,15 bis 1,26)).
- Rentenhöhe: 1.000 € kosten rund zwei Drittel (Faktor 0,67) des Beitrags für 1.500 €, 2.000 € rund ein Drittel mehr (Faktor 1,33).
- Nicht gemessen: Endalter (kein kontrollierter Vergleich), Gesundheit, Hobbys, Tarifmerkmale. Dazu gibt es in unserer Erhebung keine Faktoren; wir behaupten deshalb keine.
Die Details zu Alter und Rente stehen unter BU-Kosten nach Alter und Beitrag und Rentenhöhe. Wer die Monatszahl senken möchte, findet die Hebel und ihren Preis in Leistung unter BU-Beitrag senken.
Wie realistisch sind die Monatswerte?
Die Messwerte sind Online-Werte für gesunde Nichtraucher ohne gefährliche Hobbys. Sie enthalten keine Aufschläge, Ausschlüsse oder Risikozuschläge, die erst nach Gesundheitsfragen im Antrag entstehen können. Ein Teil der Berufe war in einzelnen Rechnern gar nicht online berechenbar: Bei Schauspielern lieferte keiner der drei Rechner einen Beitrag, bei Musikern und Berufskraftfahrern zwei von drei, bei Piloten einer von drei. Das ist kein Hinweis auf eine Ablehnung im Einzelfall, sondern auf die Grenzen automatischer Online-Kalkulation.
Finanztest zeigt, wie weit die Preise auseinanderliegen können, wenn man einen ganzen Marktquerschnitt betrachtet: Für einen Modellkunden nannte Stiftung Warentest am 15.05.2024 643 € bis 3.071 € Jahresbeitrag (Controller, 30 Jahre, 2.000 € Rente bis 67). Der Abstand beträgt etwa das 4,8-Fache. Unsere Erhebung hat nur drei Online-Rechner abgefragt und kommt deshalb auf einen engeren Abstand von im Median dem 1,4-Fachen; das ist kein Beleg dafür, dass der Markt insgesamt so eng beisammenliegt.
Monatsbeitrag und Bedarf: was die Zahl bewirken soll
Ein niedriger Monatsbeitrag nützt wenig, wenn die Rente im Leistungsfall nicht reicht. Als Orientierung für die Höhe nennt Finanztip, möglichst 80 % des aktuellen Nettogehalts; Stiftung Warentest nennt keine Prozentzahl, rät aber zu einer Rente, die auch die Altersvorsorge weiter bezahlen lässt. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente liegt im Schnitt bei 1.041 € pro Monat (neu bewilligte Renten 2024) und setzt unter anderem fünf Jahre Wartezeit und drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren voraus. Wie groß Ihre Lücke ist, rechnet der BU-Rentenhöhe-Rechner.
Ein Monatsbeitrag ist keine Empfehlung. Die Werte beschreiben, was Online-Rechner am Abrufdatum anzeigten. Wir empfehlen keinen Tarif und keinen Versicherer; den Vergleich passender Angebote übernimmt ein Experte aus dem Partnernetzwerk.
Was in der Monatszahl nicht steckt
Drei Dinge fehlen in den Monatswerten, und alle drei verändern die Summe über die Jahre. Erstens eine Dynamik: Unsere Erhebung rechnet ohne jährliche Erhöhung von Beitrag und Rente. Wer sie vereinbart, zahlt von Jahr zu Jahr mehr und erhält im Gegenzug eine höher versicherte Rente; wie das aussieht, zeigt BU mit Dynamik: Kosten. Zweitens eine Beitragsanpassung innerhalb der Netto-Brutto-Spanne, die niemand für die Zukunft zusagen kann. Drittens Nebenvereinbarungen wie eine Karenzzeit, eine Nachversicherungsgarantie oder ein verkürztes Endalter, die den Preis verschieben, ohne dass sie im Rechner immer sichtbar sind. Wie die Beitragsdynamik im Vertrag geregelt ist und worauf es ankommt, klärt der Experte beim Angebotsvergleich.
Wirkt der Monatsbeitrag steuerlich?
Ein Teil der Beiträge kann als sonstige Vorsorgeaufwendung bei der Steuer berücksichtigt werden (§ 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG), zusammen mit anderen Beiträgen bis zum Höchstbetrag von 2.800 € je Kalenderjahr, bei Beihilfe oder steuerfreiem Arbeitgeberzuschuss 1.900 €. Weil Kranken- und Pflegebeiträge den Höchstbetrag oft schon ausschöpfen, bleibt für die BU häufig wenig übrig. Den Rest-Höchstbetrag zeigt der BU-Beitrag-absetzen-Rechner; eine Steuerberatung ersetzt das nicht. Der Überblick steht unter BU und Steuer.
So kommen Sie zu Ihrer eigenen Monatszahl
- Rechnen Sie mit dem BU-Beitrags-Schätzer Beruf, Alter und Wunschrente ein; er zeigt Spanne, Mitte und Brutto-Obergrenze sowie den Anteil gemessener Werte.
- Prüfen Sie auf der Datenseite, ob Ihr Beruf einen Hinweis zum Endalter trägt.
- Vergleichen Sie Ihre Spanne mit der Preisstufe oben und mit dem, was ein Angebot später tatsächlich ausweist: Zahlbeitrag, Tarifbeitrag und Laufzeit.
- Starten Sie den BU-Kosten-Check, wenn Sie eine persönliche Einordnung samt Hinweis auf die Rentenlücke möchten – ohne Gesundheitsfragen.
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Wie viel kostet eine BU im Monat?
In unserer Erhebung vom 24.10.2026 lagen die Netto-Zahlbeiträge im Standardprofil zwischen 41,70 € und 297,57 € pro Monat, der Median der Berufs-Mitten bei 103,82 €. Welche Zahl für Sie gilt, hängt vor allem vom Beruf ab. Der Beitrags-Schätzer rechnet Alter und Rente in Ihr Profil um.
Ab wie viel Euro im Monat gibt es eine BU?
Der niedrigste Einzelwert unserer Erhebung war 41,70 € im Monat (Standardprofil, Ingenieur- und Juristenberufe, ein Rechner). Finanztip nennt für junge Berufstätige oft ab etwa 50 € (Stand 27.05.2026). Ein Einzelwert ist kein Angebot: Gesundheitsangaben und Hobbys sind darin nicht enthalten.
Ist die monatliche Rate in der BU fest?
Nicht unbedingt. Der Zahlbeitrag (netto) ist der Betrag, den der Rechner nach Überschussverrechnung ausweist; er kann bis zum Tarifbeitrag (brutto) steigen. Bei dem Rechner, der beide Werte nannte, lag der Tarifbeitrag beim 1,515-Fachen des Zahlbeitrags.
Warum zeigen zwei Rechner für denselben Beruf verschiedene Monatsbeiträge?
Weil jeder Anbieter Berufe nach eigenen Risikoklassen einstuft und eigene Tarifmerkmale kalkuliert. Im Median lag der teuerste Rechner je Beruf beim 1,4-Fachen des günstigsten, maximal beim 2,3-Fachen (Medizinische Fachangestellte).
Wie viel Prozent vom Netto sollte die BU im Monat kosten?
Eine verbindliche Prozentgrenze gibt es nicht. Wie sich unsere Monatswerte zu einem Nettogehalt verhalten, zeigt die Seite zur Frage, wie viel eine BU kosten darf. Entscheidend ist, dass die Rente zum Bedarf passt.
Quellen
- Eigene Erhebung: BU-Beiträge nach Beruf in drei Online-Rechnern, Abruf 24.10.2026 – Methode und CSV auf der Datenseite
- Finanztip: Berufsunfähigkeitsversicherung – Was kostet eine BU? – Stand 27.05.2026
- Stiftung Warentest (Finanztest): Berufsunfähigkeitsversicherung im Test – 19.05.2026
Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung (Beitrag nach Beruf, Alter und Rente, Netto und Brutto, Rentenhöhe, Steuer) (Stand: 25. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Ein kostenloses Informations- und Rechnerportal – kein Versicherungsmakler und kein Versicherer; Beitragswerte sind Ergebnisse unserer Erhebung in Online-Rechnern (24.10.2026) und kein Angebot. Keine Rechts- und keine Steuerberatung. Herausgeber: BU-Kosten.de. BU-Kosten.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.