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BU-Beitrag-Rechner: Was kostet Ihre BU nach Beruf, Alter und Rente?

Was kostet die BU für Ihren Beruf, Ihr Alter und Ihre Wunschrente? Der Schätzer rechnet mit den Beiträgen unserer eigenen Erhebung und sagt dazu, wie viele Werte dahinterstehen und was umgerechnet ist.

Redaktion BU-Kosten.de Aktualisiert am 25. Oktober 2026 7 Min. Lesezeit
Inhalt (4 Abschnitte)
  1. Wie der Schätzer rechnet: drei Schritte, offen gelegt
  2. Beispiel: Was heißt die Spanne für einen 35-jährigen Büroangestellten?
  3. Netto, Brutto, Gesamtkosten: Was die Zahlen bedeuten
  4. Was der Schätzer nicht kann
Das Wichtigste in Kürze
  • Grundlage sind Netto-Zahlbeiträge aus drei Online-Rechnern vom 24.10.2026 (Nichtraucher, ohne Dynamik, monatliche Zahlung) für 60 Berufe; im Standardprofil lagen sie zwischen 41,70 € und 297,57 € pro Monat.
  • Alter und Rente werden mit Faktoren aus der Erhebung umgerechnet: 25 Jahre 6–10 % günstiger als 30, 40 Jahre rund 15–26 % teurer; 1.000 € bzw. 2.000 € Rente kosten das 0,67- bzw. 1,33-Fache von 1.500 €.
  • Der Brutto-Wert (Tarifbeitrag) ist hochgerechnet: Bei einem Rechner lag er konstant beim 1,515-Fachen des Zahlbeitrags.
  • Der Schätzer nennt keinen Versicherer und empfiehlt keinen Tarif; Gesundheitsangaben und Rauchen fließen nicht ein.

Die BU kostet im Standardprofil (30 Jahre, Nichtraucher, 1.500 € Rente, Endalter 67) nach unserer Erhebung vom 24.10.2026 zwischen 41,70 € bis 297,57 € pro Monat netto – je nach Beruf; für Büro-, Ingenieur- und akademische Berufe oft ab rund 45–60 € im Monat, und jedes Jahr Warten macht sie etwas teurer. Der Schätzer rechnet diese Werte auf Ihr Alter und Ihre Rente um und zeigt Spanne, Mitte und eine Brutto-Obergrenze:

–
Günstiger Wert (netto, pro Monat)
–
Mitte der Rechner (netto)
–
Teurer Wert (netto)
–
Brutto-Obergrenze, hochgerechnet
–
Kosten pro Jahr (Mitte)
–
Summe bis Endalter (Mitte, konstant)

–

–

Stand 25.10.2026, Beitragsdaten vom 24.10.2026 (drei Online-Rechner, Netto-Zahlbeiträge für Nichtraucher, ohne Dynamik, monatliche Zahlung, Gesundheitsfragen nicht beantwortet). Alter und Rente sind mit Faktoren aus der Erhebung umgerechnet (25–40 Jahre, 1.000–2.000 € gemessen, darüber hinaus Hochrechnung); für andere Endalter zeigt der Rechner nur beobachtete Werte. Brutto = Netto × 1,515 (Verhältnis eines Rechners). Kein Tarifvorschlag, kein Angebot, kein Versicherungsbedarf. Keine Gesundheitsdaten nötig.

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Wie der Schätzer rechnet: drei Schritte, offen gelegt

Der Schätzer ist keine Preisauskunft eines Versicherers, sondern eine Auswertung eigener Messdaten. Wir haben am 24.10.2026 in drei Online-Rechnern für 67 Berufe und Berufsbilder die Netto-Zahlbeiträge abgefragt – im Standardprofil 30 Jahre, Nichtraucher, 1.500 € BU-Rente, Endalter 67 und zusätzlich für ausgewählte Berufe mit 25 und 40 Jahren sowie 1.000 € und 2.000 € Rente. Das ergab 419 Zeilen, davon 409 mit Beitrag. Ein Rechner erlaubte Endalter 67 nicht (Maximum 66); sein Wert zählt trotzdem zum Standardprofil – die Abweichung von einem Jahr Leistungsdauer ist eine Vereinfachung, die wir offen benennen.

Schritt 1 – Werte wählen. Der Schätzer sucht alle Messwerte für Ihren Beruf mit dem gewählten Endalter. Bei 67 sind das alle Werte mit Endalter 66 oder 67. Für Endalter 65, 60 und 55 gibt es nur Werte, die ein Rechner tatsächlich für diesen Beruf geliefert hat – etwa bei Maurern, Dachdeckern oder Erziehern. Ein Umrechnungsfaktor für das Endalter liegt nicht vor, weil kein Rechner denselben Beruf mit zwei Endaltern ausgegeben hat. Gibt es keinen Wert, sagt der Schätzer das, statt etwas zu erfinden.

Schritt 2 – Alter und Rente umrechnen. Für jeden Rechner haben wir aus den Zusatzmessungen einen Altersfaktor und einen Rentenfaktor bestimmt. Der Altersfaktor beschreibt den Beitrag im Verhältnis zum Beitrag mit 30 Jahren: mit 25 Jahren zwischen 0,90 und 0,94, mit 40 Jahren zwischen 1,15 und 1,26. Dazwischen wird logarithmisch-linear interpoliert, außerhalb von 25 bis 40 Jahren mit der Steigung des benachbarten Abschnitts fortgeschrieben – eine Hochrechnung, die der Schätzer als solche kennzeichnet. Der Rentenfaktor ist fast proportional: 1.000 € kosten das 0,67-Fache, 2.000 € das 1,33-Fache des Beitrags für 1.500 €.

Schritt 3 – Spanne und Mitte bilden. Aus allen umgerechneten Werten werden Minimum und Maximum gebildet. Die Mitte ist der Median der Rechner-Mittelwerte; bei drei Rechnern ist es der mittlere. Sie ist keine Marktmitte, sondern beschreibt nur die drei abgefragten Rechner. Der Brutto-Wert entsteht, indem die Netto-Spanne mit 1,515 multipliziert wird – dem Verhältnis, das der einzige Rechner mit beiden Beitragsarten über 103 Zeilen zeigte.

So wirken Alter und Rente auf den Beitrag: Faktoren aus der Erhebung (30 Jahre bzw. 1.500 € = 1,00), Median über Berufe, drei Rechner. Quelle: eigene Erhebung, Abruf 24.10.2026. Stand: Oktober 2026.
GrößeFaktorLesart
25 Jahre0,90–0,946–10 % günstiger als mit 30 Jahren
40 Jahre1,15–1,2615–26 % teurer als mit 30 Jahren
Rente 1.000 €0,67rund ein Drittel günstiger als bei 1.500 €
Rente 2.000 €1,33rund ein Drittel teurer als bei 1.500 €

Beispiel: Was heißt die Spanne für einen 35-jährigen Büroangestellten?

Eine Modellrechnung zur Veranschaulichung: Ein Bürokaufmann (Beruf in der Liste „Bürokaufmann/-frau“) will mit 35 Jahren 1.500 € Rente bis 67 absichern. Im Standardprofil lag der Netto-Zahlbeitrag für diesen Beruf zwischen 60,83 € und 102,50 € pro Monat. Mit 35 statt 30 Jahren ergibt der Altersfaktor (log-linear zwischen 30 und 40 Jahren, rund 1,10) etwa 68 € bis 113 €. Das ist eine Spanne von fast dem Doppelten – der günstigste Wert gehört zu einem Rechner mit anderer Berufseinstufung. Bei der Mitte von rund 79 € ergeben sich knapp 950 € pro Jahr und, über 32 Jahre konstant gerechnet, rund 30.300 €. Der Brutto-Wert läge im oberen Fall bei gut 170 € – das ist die Obergrenze, nicht die Erwartung.

Zwei Dinge zeigt dieses Beispiel. Erstens: Selbst innerhalb eines Berufs ist die Spanne groß, deshalb lohnt der Vergleich. Zweitens: Der Beitrag ist keine feste Größe, sondern hängt davon ab, wie ein Rechner den Beruf einstuft. Ob ein Bürokaufmann als „Büro“ oder als „Büro mit Außendienst“ gilt, kann den Preis deutlich verschieben. Die Spannen je Beruf stehen auf der Datenseite BU-Beiträge nach Beruf.

Netto, Brutto, Gesamtkosten: Was die Zahlen bedeuten

Der Netto-Zahlbeitrag ist der Beitrag, den Sie monatlich zahlen. Er ist niedriger als der Tarifbeitrag, weil Überschüsse darauf angerechnet werden. Finanztip beschreibt den Bruttobeitrag als Obergrenze, bis zu der der Versicherer den Zahlbeitrag anheben darf, wenn die Überschüsse niedriger ausfallen (Stand 27.05.2026). Der Rechner zeigt deshalb beides. Die Summe bis Endalter ist eine Modellrechnung mit konstantem Beitrag: Sie zeigt, wie viel Sie bei der Mitte der Rechner insgesamt zahlen würden, wenn sich nichts änderte. Mehr zur Mechanik lesen Sie unter Nettobeitrag und Bruttobeitrag.

Setzen Sie die Beitragssumme ins Verhältnis zum Schutz: Bei einer Rente von 1.500 € und einer Laufzeit von 37 Jahren zahlt ein 30-Jähriger bei 80 € im Monat rund 35.500 €. Das häufigste Alter bei Eintritt der Berufsunfähigkeit liegt laut Finanztest bei 47 bis 55 Jahren (19.05.2026). Tritt sie mit 50 ein, stünden bis 67 Jahre 17 Jahre mal 18.000 € Rente gegenüber (306.000 €, ohne Dynamik und vor Steuern). Das ist ein Zahlenspiel, kein Versprechen: Ob und wie lange geleistet wird, entscheiden die Bedingungen.

Was der Schätzer nicht kann

  • Er kennt Ihre Gesundheit nicht. Risikozuschläge, Ausschlüsse oder Ablehnungen entstehen erst nach den Gesundheitsfragen; eine anonyme Risikovoranfrage über einen Experten zeigt sie vorab.
  • Er kennt Ihren Versicherer-Berufsschlüssel nicht. Dieselbe Tätigkeit kann in zwei Rechnern in verschiedene Gruppen fallen.
  • Er bildet nur drei Online-Rechner ab. Makler- und Vergleichsrechner können andere Tarife und Preise zeigen, Finanztest verglich 2024 für denselben Controller Jahresbeiträge von 643 € bis 3.071 € über den Markt.
  • Er berücksichtigt keine Dynamik. Mit Beitrags- oder Leistungsdynamik steigen Beitrag bzw. Rente; die Kosten dafür behandelt BU mit Dynamik: Kosten.
  • Er ersetzt weder Beratung noch Angebot.

Ein praktischer Tipp: Rechnen Sie zweimal – einmal mit Ihrer Wunschrente und einmal mit der Rente, die Ihr Netto nahelegt (BU-Rentenhöhe-Rechner). Die Differenz zeigt, was jede zusätzliche 100 € Rente kostet. Wer den Beitrag senken will, findet Hebel unter BU-Beitrag senken.

Häufige Fragen

Wie genau ist die Schätzung?

Sie ist so genau wie die Datenlage: Im Standardprofil (30 Jahre, 1.500 €, Endalter 67) sind die Werte gemessen, bei anderem Alter oder anderer Rente umgerechnet. Unter 25 und über 40 Jahren sowie unter 1.000 € und über 2.000 € Rente ist es eine Hochrechnung. Unter dem Ergebnis steht, wie viele Werte von wie vielen Rechnern dahinterstehen.

Warum gibt es eine Spanne und keinen festen Preis?

Weil dieselbe Person in verschiedenen Rechnern verschiedene Beiträge sieht. In unserer Erhebung lag der teuerste Rechner je Beruf im Median das 1,4-Fache über dem günstigsten, bei Medizinischen Fachangestellten das 2,3-Fache. Dazu kommen Gesundheitsangaben, die erst im Antrag abgefragt werden.

Welche Annahmen stecken im Ergebnis?

Nichtraucher, monatliche Zahlung, ohne Dynamik, Beginn November 2026, Gesundheitsfragen nicht beantwortet, Beitrag nach Sofortrabatt bzw. Überschussanrechnung (Netto-Zahlbeitrag). Wer raucht oder Vorerkrankungen hat, kann mehr zahlen; das erfassen wir nicht.

Warum fehlt mein Beruf?

Wir haben 67 Berufe bzw. Berufsbilder abgefragt, die häufigsten Berufsfelder. Einzelne Berufe sind bei manchen Rechnern nicht online berechenbar (z. B. Schauspieler). Für Ihren Beruf finden Sie im Zweifel die nächstliegende Tätigkeit in der Liste; ein Experte kann den genauen Beruf einholen.

Wie kommt der Brutto-Wert zustande?

Nur ein Rechner der Erhebung weist den Tarifbeitrag (brutto) aus. Bei ihm lag er über 103 Zeilen konstant beim 1,515-Fachen des Zahlbeitrags. Wir übertragen diesen Faktor auf die Spanne. Bei anderen Versicherern kann das Verhältnis abweichen; der Bruttobeitrag steht im Angebot.

Quellen

  1. Eigene Erhebung: BU-Beiträge in drei Online-Rechnern, Abruf 24.10.2026 – Methode und Tabellen auf der Datenseite; CSV-Download
  2. Finanztip: Berufsunfähigkeitsversicherung – Was kostet eine BU? – Stand 27.05.2026; Netto- und Bruttobeitrag, Sparhebel
  3. Stiftung Warentest (Finanztest): Berufsunfähigkeitsversicherung im Test – 19.05.2026
  4. § 172 VVG – Begriff der Berufsunfähigkeit – abgerufen 24.10.2026
Redaktion BU-Kosten.de

Unsere Beiträge stützen sich auf Gesetze, Angaben von Behörden und Verbänden sowie veröffentlichte Unterlagen der Versicherer – jeweils mit Stand. So arbeiten wir.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung (Beitrag nach Beruf, Alter und Rente, Netto und Brutto, Rentenhöhe, Steuer) (Stand: 25. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Ein kostenloses Informations- und Rechnerportal – kein Versicherungsmakler und kein Versicherer; Beitragswerte sind Ergebnisse unserer Erhebung in Online-Rechnern (24.10.2026) und kein Angebot. Keine Rechts- und keine Steuerberatung. Herausgeber: BU-Kosten.de. BU-Kosten.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.

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